BlueStar Project - BSP
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Als erstes geht man in die Ansicht 4 (X/Y Achsen sind sichtbar). Dann klickt man in der Toolbar auf freies Zeichnen eines Splines (siehe Bild).

Nun malt man die Kontur eines Glases, einer Flasche oder einer Schale. Hierbei muss man beachten, dass man auch eine "Wand" mitmalt und jeweils bei der Y-Achse den Start- und Endpunkt setzt, da es später um diese Achse gedreht wird. Ich verdeutliche das mit der Wand hier einmal anhand eines Sekt-/Weinglases. Es ist egal, wie eckig das ganze beim malen aussieht, das wird abgerundet, sobald man fertig ist.

So in etwa sollte dann auch dein Glas aussehen, wenn du auch ein Sekt-/Weinglas gemalt hast. Nun kommt die Feinarbeit, da viele Punkte einfach nicht so sitzen, wie sie sollen, die Wand zu dick ist oder auch überflüssige Punkte vorhanden sind. Am besten nimmt man sich die Lupe, zoomt hinein, klickt auf Punkte bearbeiten (ein Raster aus mehreren Punkten) und wählt die Punkte aus, die nicht gebraucht werden. Bei mir sind es zwei Punkte im Inneren (vgl. nächstes Bild).

Als nächstes setzt man den Anfangs- und Endpunkt mittels des Koordinatenmanagers auf X=0 und alle anderen Punkte auf Z=0, sofern die dies nicht schon sind. Nun beginnt die eigentliche Feinarbeit. Hierbei sollte man aber zuerst abspeichern, damit man bei evtl. nichtgefallen von vorne mit dem Ausrichten der einzelnen Punkte anfangen kann. Ich werde bei meinem Glas die Wanddicke etwas korrigieren und den Fuß des Glases. Man bleibt also beim Punktebearbeiten und verschiebt ersteinmal nur die Punkte ansicht, nicht die lilafarbenen Linien, die beim Auswählen eines Punkts erscheinen.

Man kann sehr schön erkennen, dass sich ein paar "Beulen" gebildet haben. Besonders gut sieht man es am Stiel des Glases. Diese bekommt man weg indem man die lila Endpunkte an einem Punkt verschiebt. Oben im Bild sieht man am untersten Punkt so einen lila Punkt. Diese Punkte verschiebt man aus der X-Achse so, dass die Beulen weg sind. Am Besten hier auch vorher einmal abspeichern.

          

Links ist der Stiel jetzt ohne die Beule und rechts das fertige Glas. Nachdem man alles zur vollsten Zufriedenheit verschoben und eingestellt hat erstellt man ein Lathe-NURBS. Zu finden ist es in der Toolbar, dort wo eine Kugel von einem quadratischen Drahtgitter umzogen ist (im obersten Bild zwei weiter nach rechts vom Spline aus). Man klickt und hält die linke Maustaste und wählt im Popup dann das Piktogramm aus, dass aussieht wie eine Vase. Zuletzt verschiebt man das Spline im Objektmanager in das NURB und fertig sollte das Glas sein.

Zuletzt noch der Feinschliff am NURB. Man kann jetzt das Material auf das NURB ziehen, dass das Glas nachher haben soll. Im Objektmanager doppelklickt man nun auf das Vasensymbol und stellt dort folgendes unter Allgemeines ein:
Isobarenunterteilung=100 und Unterteilung=100
Bei Details macht man bei regelmäßige Unterteilung einen Haken und stellt dort 1m ein.
Nun erscheint das Glas beim Rendern auch rund und nicht mehr so eckig.

Noch eines zum Schluss: Sollte man nur die äußere Kontur solch eines Glases nehmen, anstatt eine Wanddicke einzubauen, würde das Ganze nachher nicht mehr so realistisch aussehen, da ja auch eine Brechung hervorgerufen wird. Das mag am Anfang gar nicht so auffallen, besonders nicht, wenn man das Glas nicht mit einem Inhalt füllt oder aber nicht von oben sieht, sobald man das Glas dann irgendwie von leicht oben sieht, fällt es richtig auf.